Interview mit Claudia Zeising zur Corona-Situation in Afrika

„Akzeptieren was ist und einfach Vertrauen ins Leben haben - das ist gerade wichtig“

Claudia, was weißt Du über die derzeitige Corona-Lage in Tansania und Malawi?

Claudia Zeising: In Malawi sieht es echt schlecht aus. Im letzten Jahr hatten sie dort kaum Fälle von Infizierten, doch die Zahlen steigen seit Dezember drastisch. Es wird vermutet, dass es sich in erster Linie um den mutierten Virus aus Südafrika handelt. Den haben Arbeiter, die von Südafrika über Weihnachten nach Hause kamen, mitgebracht. Zwei Mitglieder des malawischen Kabinetts sind bereits verstorben und der Präsident ist sehr besorgt, hat mehrere Statements rausgegeben.

Weiterführende Infos hier:

Was macht Dir besonders große Sorge?

Claudia Zeising: Was mir Sorge macht ist die leider große Verunsicherung auch im Zusammenhang mit Impfungen. Es gibt immer wieder Menschen, die behaupten, dass Weiße über die Impfung versuchen wollen, Afrikaner unfruchtbar zu machen und auch umzubringen. Da wird sehr viel Angst geschürt. Auch in Bezug auf Behandlungsmöglichkeiten gibt es viel Unsicherheit.

Was hast Du an Nachrichten aus Tansania erhalten?

Claudia Zeising: In Tansania starb vor drei Wochen der ehemalige Generalsekretär der Kirche in Rungwe, ein Freund von mir, an Corona. Und nicht nur die Moravian Church berichtet von Todesfällen. Leider sieht der tansanische Präsident das anders.


Weitere Informationen zur Situation finden Sie in dem Blogbeitrag von Elke Dieterich, einer Freundin von Claudia Zeising. Sie war seit Oktober 2020 in Tansania und betreute dort mit ihrer Organisation Projekte: https://www.managerfuermenschen.com/zwischen-paradies-und-panik/.

Text zur Situation in Malawi: Tanzania says no plans in place to accept COVID-19 vaccines

Auch die evangelische und katholische Kirche warnen vor einer starken Verbreitung des Virus in Tansania. Eine Stellungnahme kann man hier nachlesen: https://mission-einewelt.de/zweite-corona-welle-in-tansania-kirchen-warnen/.

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