Fragebogen Köpfe: Kondwani Chiwina

Chiwina

Der Fragebogen war früher ein beliebtes Gesellschaftsspiel. So füllte ihn der Schriftsteller Marcel Proust nach eigenem Bekunden in seinem Leben gleich zweimal aus, viele prominente Köpfe haben ihn im FAZ-Magazin beantwortet. Angelehnt an diese Idee möchten wir auf dem SARA Blog mit dem Fragebogen Menschen vorstellen.
Wir starten mit unserem Vorstandsmitglied Kondwani Chiwina. Er kommt ursprünglich aus Malawi, lebt und arbeitet heute in Lübeck als Software-Ingenieur bei Balvi. Kon ist  ist 36 Jahre alt und ledig.

 

Wie muss ein Tag für Sie beginnen, damit es ein guter Tag wird?
Ein guter Tag beginnt für mich immer mit einem guten Frühstück und internationalen Nachrichten. Entweder höre ich die Nachrichten im lokalen deutsche Radio oder gucke ich sie auf internationalen Sendern wie CNN oder BBC im Fernsehen.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Dass ich mal als Kind während der Hungernot in Malawi grüne Bananen gestohlen habe. Aber ich hatte mich ja zwei Tage lang nur von gekochten grüne Mangos ernährt. Da bekommt man am Ende keine Energie mehr und fängt langsam an, die Hoffnung zu verlieren. Ohne Hilfe im Visier war das unsere einzelne Option zu Überleben.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?
Damals wollte ich immer ein Soldat werden. Ich weiß nicht ganz genau, warum ich solche Träume hatte. Aber die Uniform, die Teamarbeit und die Waffen hatten mich immer fasziniert. In 2001 bin ich auf diesem Weg gegangen, aber ich habe in der Armee schneller gemerkt, dass ich mich dort nicht wohl fühle. Nach drei Monaten in der Armee habe ich aufgehört und mich an der Universität von Malawi angemeldet.

Und was sind Sie heute von Beruf?
Ich arbeite heute als Software-Ingenieur in Lübeck.Meine Arbeite umfasst die Ermittlung der fachlichen Rahmenbedingungen zur Erstellung, Weiterentwicklung und zum Betrieb von Softwaresystemen für den gesundheitlichen Umwelt- und Verbraucherschutz.

Wo möchten Sie leben?
Ich lebe gerne hier an der Ostseeküste und Ich möchte weiterhin hier leben. Hier treffen sich zwei Ökosysteme, das Meer und das Land, und das an sich ist für mich sehr besonders.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Ich denke Singen zu können

Es gibt nichts Schlimmeres als…
…zu wissen, dass das Leben ein Ende hat, aber man weiß nicht genau, wann das sein wird.

Ihre Helden in der Wirklichkeit?
Bruder Roger Schutz, der Gründer der Taize‘ Gemeinschaft

Ihre Lieblingstugenden?
Geduld, Ausdauer und Empathie

Mit wem würden Sie gerne einmal am Tisch sitzen?
Barack Obama, Dalai Lama, Aliko Dangote

 

Lieber Kon, herzlichen Dank für Ihre Offenheit!


Haben Sie auch einmal Lust, den Fragebogen für uns auszufüllen? Wir würden uns freuen! Melden Sie sich gerne bei uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

(Susanne Boll)

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ländlicher Räume im südlichen Afrika e.V.

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